Kulturprogramm im größten Binnenrevier Europas

Viele Wassersportler legen ihren Anspruch nicht nur auf herausfordernde Reviere und eine reizvolle natürliche Umgebung für den Törn, sondern auch auf kulturelle Möglichkeiten. Für sie ist es wichtig, bei Landgängen Abwechslung von der Zeit auf dem Wasser zu bekommen. Daher befinden sich Reviere mit entsprechenden kulturellen Möglichkeiten seit einigen Jahren im Aufwind. Zu diesen zählen unter anderem Kroatien (viele als UNESCO Weltkulturerbe geschützte Altstädte), aber auch Europas größtes zusammenhängendes Binnenrevier für den Wassersport, welches sich über die drei deutschen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin erstreckt. Diese drei werden über die Havel, den längsten rechtsseitigen Nebenfluss der Havel miteinander verbunden.

Auf ihrem Flusslauf von der Quelle in der Mecklenburger Seenplatte führt die Havel an Berlin vorbei, wo die eigentlich längere Spree (ca. 400 Kilometer lang) als Nebenfluss in sie mündet. Die Havel fließt weiter durch Potsdam, an Werder vorbei durch die Stadt Brandenburg in die Elbe.

Dieser Flusslauf ermöglicht es, die kulturellen und historischen Stätten sowohl der bundesdeutschen als auch der brandenburgischen Hauptstadt vom Motorboot zu erkunden. In Berlin ist dies partiell von Deck der Yacht möglich, da viele Sehenswürdigkeiten direkt an der Spree liegen. Zu diesen zählen unter anderem das Regierungsviertel, die Museumsinsel sowie das „Alte Berlin“. Von Westen kommend erreicht man auf der Spree zuerst das Regierungsviertel und kann einen Blick auf das Bundeskanzleramt, das Bundespresseamt, das Reichstagsgebäude und sowie das Paul-Löbe-Haus und das Marie-Elisabeth-Lüders Haus, welche symbolisch Ost und West miteinander verschmelzen lassen, werfen.  Weiter gen Osten wartet die Museumsinsel mit dem Pergamonmuseum, der Alten Nationalgalerie sowie der Domkirche. Danach sieht man bei dem Törn durch die deutsche Hauptstadt das „Alte Berlin“, welches im Nikolaiviertel rund um die Nikolaikirche liegt. Hier liegen die Wurzeln Berlins und auch heute noch stehen am Ufer schöne Altbauten. Berlin lässt sich vom Wasser aus einem ganz besonderen Blickwinkel betrachten.

Neben Berlin ist Potsdam das zweite kulturelle Highlight des Törns. Potsdam besitzt Yachthäfen, an denen haltgemacht werden kann für einen Landgang. Östlich der Havel befindet sich Babelsberg mit den berühmten Filmstudios. Westlich der Havel liegen die bekannten Schlösser wie Sanssouci mit dem dazugehörigen Schlossgarten sowie die meistens der kulturhistorischen Schätze der Stadt. Ein Großteil der Fläche Potsdams ist seit mehr als 20 Jahren als UNESCO Weltkulturerbe geschützt. Ein bis zwei Tage sollte bei einem Kulturtörn mindestens für die Landeshauptstadt eingeplant werden. Fast ein „Muss“ ist dabei das erwähnte Sanssouci, das Hohenzollernschloss im Stile des Rokoko.

Möchte man bei einem Törn ein ausgiebiges Kulturprogramm einlegen, so bietet das Binnenrevier Berlin – Brandenburg – Mecklenburg-Vorpommern sehr gute Möglichkeiten dafür. Auf den entsprechenden Internetseiten finden sich hierzu weitere Informationen.

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